Wer an Lieferando denkt, hat meist den Duft von Pizza, asiatischen Nudeln oder Burgern in der Nase. Doch wer die App schon länger nutzt, bemerkt einen Wandel: Neben dem Lieblingsitaliener und dem Wirtshaus von nebenan findet sich heute ein umfangreiches Angebot an Supermärkten, Bäckereien, Apotheken und Floristen. Dahinter steckt eine strategische Neuausrichtung, die ein klares Ziel verfolgt: die Wandlung von der genusszentrierten Bestell- und Lieferplattform zum digitalen Alltagshelfer.
Die Person, die diesen Wandel in Österreich gemeinsam mit dem Team maßgeblich gestaltet, ist Marc Wuelpern, Head of Grocery & Retail bei Lieferando Österreich. Er kommt ursprünglich aus der Konsumgüterbranche und war jahrelang in verschiedenen kommerziellen Rollen für Kellogg's tätig. Dem Lebensmittelgeschäft war er also schon lange nah und seit dreieinhalb Jahren bringt er diese Expertise bei Just Eat Takeaway ein. Nach zweieinhalb Jahren als Senior Global Category Lead für den Grocery-Bereich, wo er maßgeblich den Ausbau internationaler Partnerschaften sowie Go-to-Market-Strategien vorantrieb, verantwortet er seit einem Jahr die operative Umsetzung in Österreich.
Die Reise zu den sogenannten New Verticals begann im Jahr 2022 als Antwort auf die Wünsche der Kund:innen: Konkret danach gefragt, was auf der Plattform fehlt, antworteten Konsument:innen primär mit Lebensmitteln und alkoholischen Getränken, aber auch mit Kategorien wie Arzneimitteln, Blumen, Tier- und Erotikbedarf. Aus diesem Grund passte das Unternehmen seine weltweite Core-Mission an: Aus "Empowering Every Food Moment" wurde "Empowering Everyday Convenience". Das Versprechen dahinter: Die Kund:innen sollen alles, jederzeit und überall bestellen können und zwar in unter einer Stunde.
Dass dieser Wandel im Hintergrund eine gänzlich andere Struktur erfordert als das klassische Restaurantgeschäft, liegt auf der Hand. Während eine typische Restaurant-Speisekarte einige Gerichte umfasst, redet man im Supermarkt oder Einzelhandel von tausenden Artikeln. Diese enorme Sortimentsgröße bringt eine massive Komplexität mit sich, vom ersten Set-up bis zur täglichen Handhabung.
Unser Ziel ist es nicht, den klassischen Wocheneinkauf zu ersetzen. Wir sehen uns als sinnvolle Erweiterung einer modernen Multi-Channel-Strategie: Die Kund:innen muss für den schnellen Spontankauf nicht einmal mehr selbst das Haus verlassen.Marc Wuelpern, Head of Grocery & Retail bei Lieferando Österreich
Studien von Lieferando belegen, wie gut diese Partnerschaft für beide Seiten funktioniert und dass hier echte Zusatzumsätze generiert werden: Ganze 76 % der Konsument:innen geben an, dass sie die On-Demand-Lebensmittellieferung als Ergänzung nutzen und nicht als Ersatz für ihren regulären Einkauf. 86 % des Grocery-Volumens wird von Kund:innen bestellt, die weiter als einen Kilometer von der jeweiligen Filiale entfernt wohnen. Diese Kund:innen würden für einen schnellen Spontankauf oft gar nicht erst den Weg in dieses Geschäft auf sich nehmen - eine klar inkrementelle Kundenbasis.
Am Ende des Tages geht es darum, den Menschen Zeit zurückzugeben. Unsere Studien zeigen, dass 72 Prozent der Konsument:innen genau das an uns schätzen. In unserer heutigen, durchdigitalisierten Welt ist Zeit schließlich zu einem der kostbarsten Güter überhaupt geworden.Marc Wuelpern, Head of Grocery & Retail bei Lieferando Österreich
Wer die App öffnet, kann schon heute den vergessenen Blumenstrauß für die Freundin bestellen oder sich bei Grippe rezeptfreie Medikamente direkt ans Bett liefern lassen. Doch das ist erst der Anfang. Marc verrät, auf welche neuen Kategorien sich die Menschen in Österreich in Zukunft freuen können: Als Nächstes stehen die Bereiche Elektronik und Handwerkbedarf auf dem Plan.